Folge 072: Wie das Internet das Pilgern verändert

Der Weg zurück ins Leben-Podcast – von und mit Christina Bolte

Pilgern – damals und heute

Dieses Jahr habe ich Jubiläum! Denn dieses Jahr ist es zehn Jahre her, seit ich das erste Mal auf dem Jakobsweg unterwegs war.

Zwar bin ich damit sicher kein Pionier und zehn Jahre sind auch sicherlich noch kein Zeitraum, bei dem es gerechtfertigt scheint, einen „Damals-und-Heute-Vergleich“ zu ziehen.
Dennoch denke ich jedes Mal, wenn ich in den letzten Jahren mal wieder auf einem der verschiedenen spanischen Wege unterwegs war, an meinen ersten Camino zurück und daran, wie sich seitdem nicht nur in der Welt, sondern auch auf dem Camino einiges verändert hat. Meine Gedanken dazu möchte ich gerne mit Dir teilen.

Folgendes sind die 3 Veränderungen, die mir am meisten auffallen:

  1. Das Pilgern auf dem Jakobsweg erfreut sich steigender Beliebtheit, deshalb sind zunächst einmal die gestiegenen Pilgerzahlen das Augenscheinlichste:
    Seit 2006 hat – Hape Kerkeling sei Dank – ist die Zahl der in Santiago de Compostela ankommenden Pilger sprunghaft angestiegen. Auch ich bin einer von denen, die sich bald nach der Lektüre seines Buch „Ich bin dann mal weg“ auf den Weg machten.
    Während 2007 „nur“ etwas über 114 Tsd. Pilger in Santiago registriert wurden, waren es 2016 mit knapp 278.000 Pilgern bereits fast 2,5 Mal soviele.Aus welchen Ländern diese kamen & auf welchen Wegen sie unterwegs waren, das kannst Du im Podcast nachhören – oder in dieser Statistik auf Basis der Daten des Pilgerbüros in Santiago nachlesen, in der ich diese Werte gefunden habe.
  2. Damit sehr eng zusammen hängt dann der zweite große Unterschied, der mir ins Auge fällt: Das Internet hat auch vor dem Jakobsweg nicht Halt gemacht. Wieso sollte es auch, er ist ja nicht aus dieser Welt…
    2007 traf ich auf dem Camino eine ziemlich große Anzahl von Menschen, die mir berichteten, sie hätten ihr Mobiltelefon ganz zu unterst in ihren Rucksack gesteckt und mir rieten, ich solle das doch auch tun. Damals war ich von dem Vorschlag nicht so begeistert, wie ich in einer Anekdote in meinem Buch Burnout – Vom Jakobsweg zurück ins Leben beschrieben habe.
    Den Jakobsweg als bewußte Auszeit vom Alltag zuhause zu nutzen und den gegenwärtigen Moment bewußt und mit allen Sinnen wahrzunehmen und zu genießen war mir in meiner damaligen Situation, als ich lieber mit den Gedanken schon zehn Schritte im Voraus war, noch nicht möglich. Heute wünsche ich mir mehr solche Momente, denn ich habe gemerkt, dass ich damals nie wirklich irgendwo wirklich „angekommen“ bin.
    Heute erscheint mir ein solcher Rat, wie ich ihn damals erhielt, allerdings undenkbar! Nicht nur ist das Vorhandensein von WLan und Computer mittlerweile für viele Menschen ein Auswahlkriterium für Cafés, Restaurants und Unterkünfte geworden – auch auf die Bewertungen in verschiedenen Portalen wird zunehmend geachtet. Darüber hinaus ist es heute gang und gäbe, vorab in manchen Unterkünften Zimmer bzw. Betten zu reservieren.Auch ich muss gestehen, dass ich mich im April – es war völlig überlaufen in der Karwoche! – auf dem Camino Inglés in einem Ort einen Tag vor Santiago ohne öffentliche Herberge von einigen Pilgerkollegen habe kirre machen lassen. Als ich ihm auf seine Frage, in welcher Unterkunft ich übernachten würde, antwortete: „Keine Ahnung, werde ich dann schon sehen“ schaute er mich entgeistert an und meinte, ich müsse unbedingt irgendwas reservieren, weil manche Herbergen schon seit Tagen ausgebucht seien. Nun ja, wie sich herausstellte, war es für mich als Einzelreisende kein Problem, aber in Gruppen ab 2-3 Personen schon nicht mehr so einfach…Vor 10 Jahren habe ich das deutlich anders erlebt. Zum einen steckten diverse Bewertungs-portale noch in den Kinderschuhen, so dass man sich wenn es überhaupt eine Auswahl gab, eher an der Auswahl im Reiseführer orientierte. Oder man freute sich auf das, was kam und nahm es wie es war. Wenn auch manchmal nur mit Murren. Wenn es einen öffentlichen Computer gab, musste man (wie bei den Duschen auch) früh dran sein – oder halt etwas warten, wenn man in Kontakt mit „der Welt da draussen“ bleiben wollte.
  3. Wenn ich mich an Menschen erinnere, die ich 2016 oder Anfang diesen Jahres unterwegs getroffen habe, nutzen viele das Internet als Navigationsgerät. Was mich persönlich ziemlich belustigt hat, denn an den meisten Stellen ist ja der Weg recht gut mit gelben Pfeilen und/oder Muschel-Schildern markiert, die auch recht gut zu sehen sind, wenn man mit einigermaßen offenen Augen durch die Gegend läuft.
    So hatte ich mitunter den Eindruck, dass manch ein Pilger vor lauter Navi und Facebook gucken genau das verpasst hat, was sich ihm unterwegs an schönen Augenblicken und Gesprächen so geboten hat: Das Leben & die Gegenwart.

Natürlich kann und soll jeder für sich entscheiden, ob und in welchem Umfang er Handy & Internet auf seinem Pilgerweg nutzen möchte. Manchmal, v.a. in Notsituationen, sind Mobiltelefone ja auch lebensrettend. In vielen Situationen aber eben auch nicht.
So finde ich, dass eine Pilgerwanderung auch eine gute Gelegenheit sein kann, sein Alltags- und Konsumverhalten durch eine bewusste Unterbrechung mal einer kritischen Beobachtung zu unterziehen.

Abschließend möchte ich noch ergänzend, dass es sich hierbei nicht um eine Wertung, sondern lediglich um meine persönlichen Beobachtungen und Reflexionen handelt. Es gibt nichts auf dieser Welt, auch nicht das Internet, das nur Vor- oder nur Nachteile hat.

Wie bist Du auf dem Jakobsweg unterwegs (gewesen) – und wie gehst Du durch Dein Leben?

So finde ich es besonders spannend zu schauen, ob Du bestimmte Parallelen findest, wenn Du Dich dieser Frage widmest – oder eben genau das Gegenteil findest.
Noch interessanter finde ich die Frage, ob Du mit dem, was Du unterwegs erlebst, glücklich bist.

Nun freue ich mich mit dieser Frage auf eine angeregte Diskussion zu dem Thema!

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Folge 071: Feierst Du Deine erreichten Ziele und Erfolge?

Der Weg zurück ins Leben-Podcast – von und mit Christina Bolte

Bei mir gibt es gerade ein Jubiläum (nein eigentlich zwei) – zum einen gibt es diesen Podcast jetzt schon ziemlich genau seit einem Jahr. Zum anderen – und darum soll es in dieser Episode gehen – ist es jetzt ebenso ziemlich genau 10 Jahre her, dass ich das erste Mal auf dem Jakobsweg unterwegs war. Im Mai/Juni 2007 war das.

Seit dem hat sich in meinem Leben so unglaublich viel verändert – das meiste davon zum Positiven – dass ich meine Freude darüber gerne in dieser Folge mit Dir teilen möchte.

Wenn Du über diese Episode hinaus weiteres darüber erfahren möchtest, was sich bei mir getan hat, empfehle ich Dir mein Buch „Burnout – Vom Jakobsweg zurück ins Leben„.

Für die Veränderungen und Erfolge in Deinem eigenen Leben habe ich auch ein paar Tipps für Dich: Feiere Dich!

Warum und wieso und wie – höre selbst in dieser Episode.

Viel Spass bei der Umsetzung![podcast src=“https://html5-player.libsyn.com/embed/episode/id/5512267/height/200/width/450/theme/standard-mini/autonext/no/thumbnail/yes/autoplay/no/preload/no/no_addthis/no/direction/forward/“ height=“200″ width=“450″ placement=“bottom“]

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Folge 062: Unterwegs zum Frieden

Der Weg zurück ins Leben-Podcast – von und mit Christina Bolte.

In der heutigen Episode mache ich mir – unterwegs auf dem englisch Jakobsweg in Spanien – ein paar Gedanken über  den Frieden in der Welt und in uns.

Hier sind die erwähnten Links:

www.friedensweg.org (ein- und mehrtägige Termine für D-A-CH unter „Forum“)

 

Meine eigenen Veranstaltungen findest Du hier:

am Sa 13.05.2017: Einkochen statt Ausbrennen: Pilgern & Kochen in der Natur

am So 14.05.2017: LeerLauf für den Kopf

Folge 055: Vom Reichtum in der Einfachheit – und was das mit dem Jakobsweg zu tun hat

Der Weg zurück ins Leben-Podcast – von und mit Christina Bolte.

Bist Du eher ein Karnevals-Jeck, der es gerade so richtig hat krachen lassen – oder eher ein Asket, dem die Fastenzeit gerade recht kommt?

Lass Dich doch in der heutigen Episode einfach mal überraschen, was das eine mit dem anderen zu tun hat, und vor allem, wie dabei auch noch der Jakobsweg ins Spiel kommt.

Außerdem empfehle ich Dir dazu noch das wirklich tolle Interview mit Detlef Gumze aus Folge 049 anzuhören.
Natürlich kommt hier auch noch mein Buchtipp:

Was mich mit Sinn erfüllt: Fastenkalender  von Christa Spilling-Nöker

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Folge 053: Pass auf, was Du Dir wünscht – es könnte Wirklichkeit werden

Der Weg zurück ins Leben-Podcast – von und mit Christina Bolte.

Kennst Du die „Wünsche an das Universum“? Ja, genau Bärbel Mohr war glaube ich die erste, die darüber ein Buch geschrieben hat.

Ich hab das früher immer für einen großen Quatsch gehalten – hab dann aber ganz fasziniert davon gelesen, dass Hape Kerkeling in seinem Buch „Ich bin dann mal weg“ davon schreibt, wie er sich auf seinem Jakobsweg Einkehrmöglichkeiten gewünscht hat.

Deswegen dachte ich mir auf meinem eigenen Jakobsweg: „Super Sache, das muss ich mal ausprobieren. Schaden kann es ja eh nicht – im schlimmsten Fall passiert halt – nichts.“

Soll ich Dir was sagen? Es funktioniert!
Allerdings manchmal mit einigen Tricks & Tücken, wie ich Dir in dieser Podcast-Episode erzähle.

Hier findest Du die Links zu all den im Podcast erwähnten Buchtiteln:

 

So, und nun freue ich mich, von Deinen eigenen Wunsch-Erfahrungen zu erfahren. Teile sie doch in den Kommentaren mit uns.

 

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Folge 051: Von Begegnungen auf dem Jakobsweg, Ritterrüstungen und dem SEIN

Der Weg zurück ins Leben-Podcast – von und mit Christina Bolte

Heute geht es wieder mal ums Pilgern, um den Jakobsweg. Eines der Dinge, die sich vor allem bei meinem ersten Jakobsweg 2007 so sehr von meinem damaligen Alltag unterschied, waren die vielen Begegnungen unterwegs, die sich durch ihre  unglaubliche „Tiefe“ der Gespräche auszeichneten, die sich mir innerhalb unglaublich kurzer Zeit offenbarten.

Weil der Unterschied von heutigen Jakobsweg-Begegnungen für mich nicht mehr ganz so groß ist, hab ich mir heute ein paar Gedanken gemacht.

Ich freue mich, über Deine Erfahrungen zu hören oder zu lesen!

Hier noch Buchtipps zu den erwähnten Büchern:

„Ich bin dann mal weg“ von HaPe Kerkeling

mein Buch „Burnout – Vom Jakobsweg zurück ins Leben“.

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Folge 050: Wer oder was wärmt Dich, wenn es draußen kalt ist

Der Weg zurück ins Leben-Podcast – von und mit Christina Bolte

Letzten Sonntag war mal wieder ein Pilgertag „LeerLauf für den Kopf“ angesagt, wie ich sie regelmäßig veranstalte. Egal zu welcher Jahreszeit, hatten unsere Pilgertouren bislang immer ihren Reiz.
So auch am Sonntag – diesmal war insbesondere der Kältereiz sehr groß, denn es war zwar sehr schön und auch sonnig, aber gefühlt -15 Grad.

Viel Spass beim Zuhören – und hier ein paar Links.

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Musik zum Aufwärmen:

Zum Schmökern:

 

 

Folge 026: Gedanken zur Heimat – Teil 2

Der Weg zurück ins Leben-Podcast – von und mit Christina Bolte.

In der letzten Folge ging es um das Thema „Heimat“. Heute geht es um einen weiteren Aspekt zum Thema, nämlich was das mit Dir zu tun hat und damit, Mut zu haben.
Außerdem
hörst Du in dieser Episode eine kleine Übung, die Dir – wenn Du sie regelmäßig machst – zu einer größeren Verbundenheit mit Dir selbst verhilft.

Aber höre selbst:

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Neben dem im Podcast zitierten Gedicht, das aus diesem Buch Rückkehr zur Liebe stammt, hier noch das zur Episode passende Bild :

Mit diesem Bild wünsche ich Dir, dass Du - wie die Schnecke - Dein Zuhause und Deine Heimat immer bei Dir trägst.

Mit diesem Bild wünsche ich Dir, dass Du – wie die Schnecke – Dein Zuhause und Deine Heimat immer bei Dir trägst.

 

 

(c) Foto: Bild aus eigenem Bestand

Folge 023: Was ist eigentlich Spiritualität?

Der Weg zurück ins Leben-Podcast – von und mit Christina Bolte.

Man hört ja immer wieder, der Jakobsweg sei so „spirituell“ – aber was ist das eigentlich genau und kann man das auch in seinem Alltag haben?

In dieser Episode geht es um die verschiedenen Dimensionen – und darum, wie Du diese auch unabhängig vom Jakobsweg leben kannst. Diese kleine Grafik hilft Dir, die Dimensionen besser nachzuvollziehen:

Verbundenheit
Verbundenheit im Leben zum Download

Wenn Du Dich näher mit diesem Thema beschäftigen möchtest, empfehle ich Dir diese wissenschaftliche Arbeit, die ich im letzten Jahr dazu geschrieben habe:

Verbundenheit, Spiritualität und Burnout: Eine wissenschaftliche Betrachtung
Autorin: Christina Bolte, ISBN: 978-3-7322-3655-8

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Folge 022: Buchbesprechung des Buchs Jakobsweg – und dann? von Stefan Albus

In unserer letzten Episode habe ich mit Stefan Albus gesprochen, der nach seinem Jakobsweg in Deutschland Einiges in seinem Leben verändert auch und – genau wie Christian Seebauer aus Folge 009 – wieder mehr Kreativität in seinem Leben zum Ausdruck bringt.  Mittlerweile hat der Autor und Künstler mehrere Bücher geschrieben, wobei das eine davon handelt, wie der Jakobsweg das Leben verändert (Also das gleiche Thema, was mich auch beschäftigt).

In dieser Folge hört ihr meine persönliche Rezension seines Buches
Jakobsweg – und dann? Was Pilgern mit Menschen macht
:

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Hier gibt es Informationen zum Buch:

Jakobsweg - und dann? von Stefan Albus

Empfehlung: Jakobsweg – und dann? von Stefan Albus