Folge 043: Interview mit Lydia Ulke-Foag – Vom Brustkrebs zum Herzweg, Jetzt!

Der Weg zurück ins Leben-Podcast – von und mit Christina Bolte.

Herzweg-Finderin Lydia Ulke-Foag

Herzweg-Finderin Lydia Ulke-Foag

Meine heutige Interview-Partnerin ist Lydia Ulke-Foag, eine Grund- und Hauptschullehrerin aus München. Allerdings hatte sie schon ganz lange nicht mehr im Lehramt gearbeitet, sondern nach Familienpause und diversen Ehrenämtern zuletzt im Büro einer Landtagsabgeordneten gearbeitet, in einer sehr eigenartigen Arbeitssituation, als sie die Diagnose Brustkrebs erhielt.

In diesem mutigen, ehrlichen Interview erzählt sie, dass die Frage, die wohl die meisten Betroffenen in einer solchen Situation interessiert, nämlich: „Warum ich?“ für sie gar nicht so relevant war wie eine andere, nämlich: „Warum jetzt?“ Mit dieser Frage begann ihre Auszeit.

Nachdem sich herausgestellt hatte, dass es sich bei ihr um eine sehr aggressive und schnell wachsende Form von Tumor handelte, begann sie zunächst mit der Chemotherapie, bevor sie operiert werden konnte.

Da Lydia bereits einige Jahre zuvor eine Ausbildung als Entspannungspädagogin gearbeitet hatte und auch früher schon spirituell gearbeitet hatte, erinnerte sie sich während ihrer Auszeit wieder daran und nahm für sich selbst häufig Traumreisen in Anspruch oder machte geführte Meditationen.
Außerdem erzählt sie, dass sie mit ihrem Tumor „gesprochen“ hätte, um herauszufinden, was ihr Körper ihr sagen will. Es war, sagt sie, wie einmal losgegangen auf einem Weg und dann hätte sich irgendwie eines zum anderen gefügt – die richtigen Dinge zur richtigen Zeit.

Was sie in dieser für sie sehr wichtige Zeit gelernt hat erzählt sie in unserer heutigen Episode.



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Deine schönste Erfahrung während Deiner Auszeit:
Ich habe jetzt gar nicht so einzelne Situationen vor Augen, aber ich habe rückblicken das Jahr meiner Krankheit insgesamt als positiv abgespeichert. Weil mir so viel klar und bewußt geworden ist über mich selbst. Weil ich weiß, ohne diese Krankheit hätte sich nichts geändert. Dann wäre ich jetzt wieder in einem Büro…

Deine schwierigste Erfahrung während Deiner Auszeit:
Ich hab durch die Chemotherapie leider zurück behhalten, dass meine Füße ab und zu mal taub sind. Aber meine Lebenslust habe ich nicht verloren, auch wenn ich damals nicht das Gefühl hatte, dass es so war.

Deine größte Hoffnung für die Zeit nach der Rückkehr:
Ich habe schon während der Auszeit mit dem Gedanken gespielt, mich selbständig zu machen und meine Erfahrungen  weiterzugeben. Dann ging das so los, mit Homepage und Logo – und natürlich wer ist meine Zielgruppe. Wobei das war für mich ganz klar war – ich wollte anderen Frauen helfen, ihren Herzweg zu finden.

 Deiner Lebensgestaltung oder Deinem Alltag verändert:
Zum einen natürlich beruflich, dass ich mich – neben meiner Selbständigkeit als „Herzwegfahnderin“, in der ich meine Erfahrungen weitergebe – rückbesonnen habe auf meinen eigentlich „alten“ Beruf und Weg als Lehrerin, was ich nach wie vor als Herzensberuf bezeichne.
Außerdem haben wir, was eigentlich während meiner Erkrankung eher praktische Gründe hatte, auch wohntechnisch eine Veränderung durchgeführt und nach wie vor beibehalten. Außerdem haben wir auch bestimmte Spielregeln eingeführt, an die sich jeder hält.

Nach so einer Krankheit ist es nie so wie vorher. Aber letztendlich gehört zu jeder Veränderung Mut und Kraft dazu. Ich muss ja nicht gerade alles hinschmeißen und aussteigen. Oftmals sind das ja nur kleine Veränderungen, die uns wieder dahin zurückbringen, wo ich mal hinwollte.

Was hat Dir am meisten geholfen, Deinen Weg in Dein neues Leben zu gehen:
Das wichtigste war für mich die Familie und dass wir trotz der Unsicherheit, die wir alle hatten, immer die Offenheit hatten, über alles sprechen zu können, auch dass es mir geht, wie es mir gerade ging.
Und natürlich Gespräche mit Freunden, die mir Rückhalt gegeben haben oder die mich auch mit ganz praktischen Dingen, wie Hol- und Bringdienste, z. B. zur Chemo, unterstützt haben.

Blitzlicht-Runde:

Die Essenz Deiner Auszeit in einem Satz:
Ohne diese Auszeit wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin.

Der Schritt, der Dich über Deinen Wendepunkt hinaus gebracht hatte:
Letztendlich das Losgehen. Also der erste Schritt.

Deine beste Buchempfehlung:
Ich habe während meiner Auszeit kaum Bücher gelesen, aber mir haben in der Zeit die geführten Meditationen von Rüdiger Dahlke sehr weiter geholfen, vor allem die zum Thema Krebs: „Krebs – Aktivierung der Selbstheilungskräfte“ von Rüdiger Dahlke.

Meine Lebensweisheit:
Dieses, was ich schon erwähnte: Wenn nicht jetzt, wann dann.
Wenn mir etwas am Herzen liegt, sollte ich es jetzt machen!

Deine Kontaktadresse bzw. Webseite:
Unter www.herzwegfahnderin.de findest Du alle Informationen über Lydia sowie zu ihren Seminaren und Veranstaltungen.

2 thoughts on “Folge 043: Interview mit Lydia Ulke-Foag – Vom Brustkrebs zum Herzweg, Jetzt!

  1. Was für ein wunderbar erfrischendes und ermutigendes Interview. Wirklich wunderbar. Das hört sich „flott weg“. :o)

    Ich (auch „Krebsie“) schreibe gerade einen humorvollen Ratgeber zum Thema und werde den Link zu diesem Interview gerne mit aufnehmen.

    Ganz herzliche Grüße
    Sabine

    • Liebe Sabine,
      herzlichen Dank für Dein Feedback. Freut mich sehr, wenn Dich das Interview ermutigt hat.
      Lydias Weg ist vielleicht nicht jedermanns/jederfraus Sache, aber ihre Sicht der Dinge kann mit Sicherheit einen Perspektiv-Wechsel in die Gedanken bringen (auch in meine, als nicht Betroffene).
      Höre doch auch noch mal in die kommenden Folgen hinein – bestimmt ist da auch noch was für Dich bzw. Deinen Ratgeber dabei.

      Dir ganz herzliche Grüsse und gutes Gelingen für Dein „Projekt“
      Christina

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