Folge 024: Interview mit Markus Goldmann – Fernbleiben von der Arbeit

Der Weg zurück ins Leben Podcast – von und mit Christina Bolte und ihrem Interview-Gast Markus Goldmann

Markus Goldmann

Mein heutiger Interviewpartner ist Markus Goldmann, der als leitender Angestellter in der Automobilindustrie in Regensburg lebt und arbeitet.

Nach einer idealtypischen Karriere mit mehreren Auslandsaufenthalten fand er sich Ende 2014 mit herzinfarkt-ähnlichen Symptomen auf der Intensiv-station wieder.

Zum Glück erwies sich der vermeintliche Herzinfarkt „nur“ als Burnout – für Markus Goldmann aber noch Anlass genug, ein einjähriges Sabbatical zu nehmen. Nach einem viermonatigen Road-Trip, in denen die Familie durch die USA über Mexiko, Guatemala, Belize, Honduras fuhr, verbrachten sie den Rest des Jahres mit viel Sport, ein bisschen Fortbildung und Familienzeit in Costa Rica.

Durch die Auszeit, die eigentlich mit der Zwangsauszeit in der Klinik begann, besann er sich auf das, was ihm wirklich wichtig ist im Leben. Aber höre selbst, was er von seinem „Weg“ heute berichtet:

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Deine schönste Erfahrung während Deiner Auszeit:

Die Fahrt an sich, der viermonatige Roadtrip durch die USA, Mexiko und Mittelamerika, war eigentlich interessanter als die Zeit in Costa Rica. In Palenque im mexikanischen Urwald hatten wir ein schönes Erlebnis, als wir ein paar Tage mit den Ureinwohnern und eine Nacht im Haus eines Schamanen gelebt haben – wie in einer anderen Welt!

Deine größte Angst für die Zeit nach der Rückkehr:
Die größten Ängste waren eher vor dem Sabbatical, also bevor ich meinem Arbeitgeber das Sabbatjahr vorgeschlagen hatte. Ich hab mit meiner Frau einige schlaflose Nächte gehabt nicht zu wissen, wie der Arbeitgeber auf den Wunsch reagiert, werde ich meinen Job noch haben bzw. meine Karriere den Bach herunter geht. Wir (meine Frau und ich) haben uns dann vorgestellt, was denn das Allerschlimmste ist, was uns passieren kann. Aber als Deutscher hast Du ja doch ein gutes soziales Netz, wenn alles in die Hose geht… Wir werden ein Dach über dem Kopf haben, wir werden zu Essen haben – und schlimmstenfalls bei Null anfangen.

Deine größte Hoffnung für die Zeit nach der Rückkehr:
Die große Herausforderung ist, daß Du nach der Auszeit nicht wieder in den gleichen Trott zurück fällst wie vorher. Ich habe mir selbst ein paar feste Regeln gesetzt, die das vermeiden und verbringe viel Zeit mit meiner Familie. Es ist mir bisher ganz gut gelungen, früh Feierabend zu machen, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen und zu Hause nicht mehr zu arbeiten. [Anmerkung: Diese Regeln kannst Du Dir übrigens auch auf Markus‘ Webseite herunterladen, siehe Link ganz unten.]

Was hast Du an Deiner Lebensgestaltung oder Deinem Alltag zu:
Vor allem habe ich meine Werte verändert: Statt Arbeit und Karriere an erste Stelle zu stellen, stehen nun Gesundheit und die Familie an erster  Stelle. Und wenn man das wirklich so meint, dann kommt auch automatisch die Verhaltensänderung.

Was hat Dir am meisten geholfen, Deinen Weg in Dein neues Leben zu gehen:
Zum einen mein Arbeitgeber und zum anderen meine Frau, weil sie den Weg und die damit verbundenen Risiken und Einschränkungen mit mir gegangen ist.

Blitzlicht-Runde:

Die Essenz Deiner Auszeit in einem Satz:
Trau Dich!

Die Ressource, die für Dich persönlich einen hohen Mehrwert hatte:
Die „Institution“ des Sabbatjahres an sich, die wahrscheinlich in Deutschland noch nicht so weit verbreitet ist. Viel zu wenig Menschen wissen davon.
Es ist eine ganz tolle Art und Weise, sich Zeit für sich zu nehmen oder zum Lernen.
Muss ja nicht gleich ein ganzes Jahr sein, sondern kann ggf. auch kürzer sein.

Deine beste Buchempfehlung:
Die sieben geistigen Gesetze des Erfolges von Deepak Choprak – er beschreibt ganz andere Wege zum Erfolg, den er nicht nur monetär versteht, sondern eben auch Glück und Zufriedenheit beinhaltet.

Meine Lebensweisheit:
Wer will findet Wege, wer nicht findet Gründe.

Deine Kontaktadresse bzw. Webseite:
den Reise-Blog findest Du unter: www.markusgoldmann.com und
den Podcast findest Du unter: www.worklifechallenge.net – dort kannst Du Dir auch die Regeln „10-Punkte-Checkliste“ herunterladen, von denen Markus im Interview erzählt hat.

 

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